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Bei Einbruch der Dunkelheit

Auch dieses Jahr war wieder eine Loge im Burgtheater für die Weihnachtsfeier von Pixel Melange reserviert. Eingestimmt mit Weinviertler Rotwein und veganem Fingerfood, war „Bei Einbruch der Dunkelheit“ von Peter Turrini dann auch endlich wieder ein echt Turrinischer Genuss. (Der letztes Jahr in der Josefstadt gesehene Turrini „Aus Liebe“ hatte seltsam unfertig gewirkt, und das Abonnentenpublikum - „was spielt’s denn eigentlich heute? Ah, der Turrini…“ - glänzte dadurch, dass es sich an Stellen, die eine widerwärtige Gesinnung der dargestellten Figur offenbaren, ein zustimmendes Lachen kaum verbergen konnte.) 

„Bei Einbruch der Dunkelheit“ kann vielleicht nicht an die groteske Story von „Tod und Teufel“ heranreichen (jedenfalls nicht an die wunderbare Inszenierung von Wilfried Minks mit dem absolut wunderbaren Roland Renner seinerzeit im Hamburger Schauspielhaus), aber es ist gut und bietet einigen hervorragenden Schauspielern im wahrsten Sinne eine Bühne. Allen voran Markus Meyer, der so gut tanzt wie er spielt, und der hoffentlich noch oft zu sehen sein wird. Ebenso wie der „dicke Bua“ Sebastian Kranner, der die permanenten Erniedrigungen in seiner stummen Nebenrolle durchaus beeindruckend erträgt.